Trismigetes Selkirk Rex

B.A.R.F- biologisch artgerechte Rohfütterung

Gucci erlegt einen Hühnerflügel Gucci erlegt einen Hühnerflügel

Kurz und knapp gesagt ist Barfen wohl die älteste Variante der Ernährung der Carnivoren seit deren Entwicklung.

Bis vor Ende des zweiten Weltkrieges gab es gar kein Fertigfutter. Jetzt stellt sich einem natürlich die Frage: Wie haben die armen Tiere bloß überlebt ?

Die "armen" Tiere lebten vorwiegend von selbstgefangenen Nagetieren, gelegentlich Essensabfällen vom Tisch, Schlachtabfällen oder von Selbstgekochtem.

Selbstgekochtes gab es vorwiegend für teure Rassekatzen der höheren Herrschaften, der Rest aß rohes Fleisch. In Form von Mäusen, Schlachtabfällen etc., aber immer vorwiegend roh.

Die Entwicklung der sogenannten Zivilisationskrankheiten der Tiere lässt sich sehr gut mit der Erfindung von Fertigfutter verfolgen.

 

So gesehen: Wir haben der ältesten Ernährungsform von Hunden und Katzen einfach nur einen interessant klingenden, neuen Namen gegeben.

 

Barf oder Rohfütterung ist eine Ernährung des Tieres nach dem Carnivoren-Prinzip: Rohfütterung von Fleisch,Innerein, Gemüse und Obst.

 

Katzen benötigen einen sehr geringen Anteil an Gemüse/Obst, sind aber auf die Zugabe der lebenswichtigen Aminosäure Taurin beim Füttern angewiesen. Mehr aber dazu in der Barf-Fibel.

 

Warum aber nun "Barfen"?

Bis auf die Tatsache, dass es wirklich die älteste Variante der Ernährung ist, ist es auch die Gesündeste.

Katzen haben nämlich ein schwerwiegendes Problem: Sie nehmen kaum Flüssigkeit von sich auf ! Biologisch brauchen sie es auch nicht, denn Mäuse&Co. sind reich an Flüssigkeit.

Frisst eine Katze nun aber vorwiegend Trockenfutter, trocknet sie innerlich aus. Daraus entwickelt sich allerlei, z.B. Nierensteine.

Die nächste Möglichkeit ist natürlich Feuchtnahrung. Aber haben sie sich jemals die Deklaration der Inhalststoffe angesehen ?

In der Regel setzt sich solch ein Futter aus : Zucker, Mais, Getreide,Mineralstoffen,Pflanzenölen und 4%Fleisch und tierische Nebenprodukte zusammen.

Dann denken sie bitte nochmal an den Anfang meines Textes. Was sind Katzen?: Carnivoren. Richtig. Was brauchen Carnivoren?: Fleisch!

 

Aber was zum Kuckuck machen den jetzt Zucker,Mais & Co. in dem Katzenmenü?

Und warum gibt es nur knappe 4 % Fleischanteile darin, die noch überwiegend aus Abfällen bestehen?

Es geht um Geld, sehr viel Geld.

Mais,Getreide etc. sind billige Nahrungsbestandteile, was eine Katze so nicht essen würde. Zucker ist günstig und lässt die Schleckermäulchen jeden Abfall essen.

Man verpackt diesen Müll in hübsch aussehende und farbige Dosen, macht kräftig Werbung und das Tier in der Werbung war doch sooo schön und sah super gesund aus.

Und Miezi schmeckt es fantastisch.

Zucker schmeckt auch uns Menschen fantastisch, aber er ist für uns schädlich, und noch viel schädlicher für Hunde und Katzen.

Es ist erwiesen, dass Zucker,Getreide und Mais bei Tieren Krebs und Tumore auslösen, häufig auch Diabetes.

Aber dafür gibt es dann ein Spezialfutter... man hat ja an alles gedacht.

 

Zum Glück gibt es einige gute Futterfirmen, die sich nur auf hochwertige Dosennahrung spezialisert haben. Hier liegt der Fleischanteil deutlich über 50% und auch für Trockenfutterjunkies gibt es Lösungen.

Also bitte nicht in Panik verfallen!

Und wer nicht komplett barfen möchte, kann ja auch 2-3 Fleischrationen die Woche einführen.

 

Rohfütterung ist vielleicht aufwendiger. Und man muss sich auch ein bisschen informieren. Aber was geht über leuchtende Katzenaugen, denen man mit gutem Gewissen ihre Fleischration gibt? Und die es einem mit einem gesunden und langem Katzenleben danken.

Bijou beim schmausen Bijou beim schmausen

 

 

Hierzu ein kleiner Bericht, der verdeutlicht worüber Katzen ihren Flüssigkeitshaushalt regulieren:

 

Ein Bericht von Dr. Mircea Pfleiderer :

 

Leyhausen und ich beobachteten eine wilde Schwarzfußkatze, die ihre einzige Wasserquelle nur etwa alle 3 Wochen aufsuchte. A. Sliwa, der Schwarzfußkatzen weiter im (etwas weniger trockenen) Norden im Raume Kimberley untersuchte, meinte auf Grund seiner sehr sorgfältigen telemetrischen Beobachtungen, die Tiere tränken überhaupt nicht. Auch in vielen von mir gefundenen Schwarzfußkatzenterritorien befand sich oft überhaupt kein flüssiges Wasser.
Entsprechend beobachtete ich, daß meine gefangenen Schwarzfußkatzen eine volle Wasserschüssel nach mehr oder weniger ausführlichen Beriechen, wie schlechtes Futter oder andere entsprechende Störfaktoren zuscharrten. Zwei adulte Schwarzfußkater (Leyhausens „Schwarzi“ und mein „Danie“) koteten mehrmals in die Wasserschüssel, was ich gelegentlich auch bei meinen Falbkatzen beobachtet habe.
Wenn man hingegen Schwarzfußkatzen beim Fressen zuschaut, sieht man, daß sie das ungewöhnliche Kunststück zuwegebringen, in hohem Tempo gleichzeitig  zu essen und zu trinken. Jeder Blut- und Fleischsafttropfen wird aufgeschlürft, bevor er im Sand verschwinden kann. Wenn ich Jock eine Schale mit Milch und einen Leckerbissen anbrachte, konnte er sich manchmal nicht entscheiden, was er zuerst verzehren sollte. Dann legte er beispielsweise seinen Quelea-Finken  in die volle Milchschüssel, die er dann ausleckte, während er zwischendurch einen Bissen Vogel nahm. Als ich ihm das Blut eines frisch geschlachteten Widders brachte, stürzte er wie wild heran und sich dann auch in die Schüssel und schlürfte einen breiten Graben durch das gerinnende Blut. Er hörte erst auf, als sein Bauch kugelrund war und sichtlich kein weiterer Tropfen mehr darin Platz hatte.