Trismigetes Selkirk Rex

...oder warum sind Rassekatzen "teuer"?

Fenja Fenja

Am Anfang steht immer der Wunsch nach einem neuen ,niedlichen und kleinem Hausgenossen.

Ein kleines Kätzchen soll das Leben nun bereichern, man sieht eine Anzeige, fährt dort hin und "ach, sind die niedlich", ruckzuck eingepackt.

Erst Tage später kommen dann die Fragen auf : Impfung? Entwurmung? Parasiten?Abgabealter?

 

Mit viel Glück hat das Kätzchen seine Entwurmungen und Impfungen erhalten und wurde frühenstens mit 12 Wochen abgegeben. Dazu wurde es bestens sozialisiert und mit Liebe aufgezogen und es wurde darauf geachtet, dass das Kitten aus gesunden Linien kommt.

Glückwunsch, ihr seid an einen seriösen Züchter geraten oder an eine liebevolle Katzenmama, die ihren Hauskatzenwurf mit Verantwortung großzieht.

 

Leider laufen 95% der Fälle nicht so ab. Aus eigener Erfahrung und sehr traurigen Praxisfällen, sind 50% dieser "Take and go"-Kitten nach ein paar Jahren schwer krank, 25% vom Charakter schwierig, 15% gesund+munter, 10 % erreichen ihr zweites Lebensjahr nicht.

Die schwierigen Kitten landen früher oder später auf der Straße oder im Tierheim, die kranken 50% haben größtenteils aufopferungsvolle Besitzer, die sehr tief in ihren Geldbeutel greifen und am Schluss mit gebrochenem Herzen zurück bleiben.

 

Also, warum sind Rassekatzen nun so "teuer"?

Sie sind nicht "teuer", das sind die Kosten, die während Schwangerschaft,Aufzucht,Anzeigenschaltung, Gesundheitschecks und Elterntierwahl anfallen. Nicht zu sprechen von den Ausstellungskosten...

Es ist nicht das Papier, was den großen Preisunterschied verursacht, es ist die seriöse Aufzucht.

Der Stammbaum kostet sage und schreibe 15.-€.

Gucci mit ihrem B-Wurf Gucci mit ihrem B-Wurf

Immer wieder hört man " Ich will doch nur ein verschmustes Kätzchen zum lieb haben" und Tatsache ist, dass bekommt man auch bei uns.

Aber Hauptaugenmerk ist  auch die Gesundheit, damit man lange Freude an seinem neuen Hausgenossen hat.

Oder anders ausgedrückt: Eine gut aufgezogene " einfache" Hauskatze müsste bei Abgabe mindestens 250.-€ kosten. In den meisten Fällen liegt der Preis bei 25.-€, was wirklich zum nachdenken anregen sollte.

 

Als Vergleich

Eine gute Winterjacke, die wirklich wasserdicht ist, mollig warm und waschbar, kostet ihren Preis. Ein gutes, solides Auto bekommt man in den seltensten Fällen als Schnäppchen.

Sehen sie  jetzt bitte nicht die Katze als Gegenstand an,aber ich denke dieser Denkanstoß zeigt, dass man ein Kitten nicht als Schnäppchen von guten Züchtern bekommt.

Wie sagt der Volksmund so schön "Qualität hat ihren Preis".

In diesem Sinne, alles Gute bei der Suche nach "ihrem" Kätzchen.